76 Innehalten - neu ausrichten
Hinter mir liegt eine Phase, in der Sie keine Podcasts erhalten haben, weil ich mich selbst sortieren musste, welche Themen ich in der Zukunft behandeln möchte. Hören Sie hinein, dann erfahren Sie Näheres.
Hinter mir liegt eine Phase, in der Sie keine Podcasts erhalten haben, weil ich mich selbst sortieren musste, welche Themen ich in der Zukunft behandeln möchte. Hören Sie hinein, dann erfahren Sie Näheres.
Wandel ist unabweislich, nicht nur im eigenen Lebensverlauf, sondern auch in einer sich ständig beschleunigenden Gesellschaft. Was heißt es da, Wandel meisterlich zu gestalten? Eine Hilfe bietet die Kenntnis archetypischer Wandlungsprozesse.
Als Menschen tragen wir in uns ein tiefes Bedürfnis nicht nur nach Entfaltung der eigenen Potenziale, sondern auch nach Verbundenheit. Neue technische Kommunikationsmedien scheinen hierauf eine Antwort zu geben. Doch eine Kultur der Verbundenheit verlangt mehr.
Männer und Frauen bringen unterschiedliche Erfahrungen und Orientierungen mit in ihre Rolle als Führungskraft. Dabei werden polare Prinzipien sichtbar, die jenseits der Geschlechtszugehörigkeit in jedem von uns wirksam sind. In der Tiefenpsychologie spricht man von Anima und Animus als den Prinzipien des Weiblichen und Männlichen. Führungskunst erweist sich als ein Spiel, bei dem solche polaren Kräfte zu einer gelingenden Synthese gebracht werden, individuell, organisatorisch, kollektiv.
Fehlerfreundlichkeit ist eine Tugend, die die Führung von uns selbst und anderen in jeder Weise angenehmer machen kann. Doch nicht nur dies: Fehlerfreundlichkeit ist ein Grundprinzip der Natur. Es ist die entscheidende Grundlage dafür, dass wir lernen und uns erfolgreich an Unvorhergesehenes und Unvorhersehbares anpassen können.
Mangelbewusstsein provoziert Schuldzuweisungen und vermeidet Lösungsorientierung. Wer sich hingegen darin übt, das Fehlende zu erkennen, denkt und fühlt aus einer Haltung der Fülle und braucht Intuition, um zu erkennen, was aus dem Gleichgewicht gekommen ist, woran es daher fehlt und wofür es lohnt, sich einzusetzen.
Wir sind in den Erfolg verliebt und am liebsten möchten wir ihn uns höchstpersönlich zuschreiben. Doch Erfolg kann sich nur im Zusammenwirken vieler Kräfte einstellen. Wichtig ist es dabei auch, den richtigen Zeitpunkt, den Kairos-Moment, zu erkennen für das, was zu tun ist. Statt Proaktivität und Ungeduld sind daher Achtsamkeit und Geduld gefragt.
\"Ich bin Leben, das Leben will inmitten von Leben, das leben will.\" Dieser Satz von Albert Schweitzer ist grundlegend für eine Führungskunst, die dem Leben dient. Sie verlangt, dass wir den Blick über den eigenen Egoismus hinaus weiten und uns für mehr einsetzen als für die partikularen Interessen einer Familie, einer Organisation oder einer Nation.
Wer bin ich? Was ist der Sinn meines Lebens? Solche Fragen haben Menschen immer schon bewegt. In der Hinwendung zur Essenz, zum (großen) Selbst, öffne ich mich für die innere Führung, die innere Weisheit, die mich mit der Kraft des Herzens verbindet. Sie ist die Grundlage dafür, als Geführte zu führen.
Heilende Rhythmen und Balancen im Alltag zu finden, wird immer wichtiger. Die ständige Erreichbarkeit und Verfügbarkeit dank der neuen Informations- und Kommunikationsmedien führt zu einer Verdichtung der Arbeit und des Alltags. 24 Std./7 Tage die Woche, so lautet die Formel für das immer schneller, immer höher, immer weiter. Selbstführung als Grundlage von Führung braucht daher eine neue Achtsamkeit für lebensfördernde Rhythmen und Balancen.